Sunday, June 15, 2014

Die Kraft des Wassers - Wie ganze Dörfer versinken

Trong bốn  thứ tai họa lớn " Thủy, hỏa, đạo, tặc" thì ông cha ta từ ngàn xưa đã cho rằng "Giặc nước" là một tai họa khủng khiếp nhât. Sức manh tàn phá của nước và khả năng chống lũ phi thường của con người đã được người dân ta thần thánh hóa trong truyền thuyết Sơn Tinh và Thủy Tinh.
Tôi vô cùng biết ơn một độc giả của báo dân trí gần đây đã đăng những hình ảnh đặc biệt về về sự tàn phá ác liệt của nước dọc bờ hiển của huyện Hải Hậu, Nam Định (http://dantri.com.vn/xa-hoi/xu-dao-voi-ki-luc-nha-tho-do-886352.htm). Những hình ảnh đó đã thôi thúc tôi viết những dòng này về Nam Định, nơi chúng tôi đã có những năm tháng cùng với những nhà khoa học Đức nghiên cứu, tìm hiểu những vấn đề về môi trường và  nước ở đây.




Dieser Glockenturm (Photo: März, 2005) war einmal das Zentrum eines größeren Dorfes. 2005 hatten die Einwohner ihr Dorf schon einige Zeit verlassen gehabt. Die Dämme boten keinen Schutz mehr vor dem Meer. Heute existiert selbst auch dieser Kirchturm nicht mehr. Er wurde 2010 endgültig ein Opfer der Wellen. 

Vietnam ist ein Land der Kontraste. Im Norden, im Bereich der Mündung des Roten Flusses entstehen Jahr für Jahr rund 80 m neues Land. Aber nur 2-3 km südlich davon, hier im Distrikt Hai Hau, weicht die Küste Jahr für Jahr meterweise ins Land zurück. Ganze Dörfer müssen alle 20 Jahre komplett weiter ins Hinterland umgesetzt werden.

Das obige Bild verdeutlicht das doch sehr dramatisch. Die Gegend im Distrikt Hai Hau (Provinz Nam Dinh, ca. 90 km SE von Hanoi) ist sehr stark katholisch. Daher kommt Euch das Bild auch bestimmt sehr vertraut vor. Ganz im Hintergrund seht Ihr das neue, nun umgesiedelte Dorf. Der Damm links am Kirchturm ist nicht der alte Seedeich, sondern man hat nach Aufgabe des alten Dorfes hierfür eine neue Verwendung gefunden: Fischteiche (Fische, Shrimps), die man mit diesen Dämmen etwas voneinander abtrennt.



Die Kraft des Wassers in der Legende von den Göttern Son Tinh und Thuy Tinh. (Quelle Bild: http://www.kingsislandgolf.com/)

Von den vier großen Gefahren "Wasser, Feuer, ausländische Feinde und Diebstahl", wurde schon im Altertum "Wasser" wegen seiner so zerstörerischen Kraft als die schrecklichste Katastrophe bezeichnet. Die ungeheuerliche Zerstörungskraft des Wassers aber auch die Klugheit, Taferkeit und auch Gelassenheit der Menschen gegen Sturm und Flut wurde in der Legende von den Göttern Son Tinh und Thuy Tinh sogar vergöttert. Auch hier finden sich wieder richtig Kontraste - es geht um die große Liebe und große Zerstörung, um Wasser und Gebirge. Der Wasser-Gott kämpft immer mal wieder gegen den Berg-Gott, um doch noch die schöne Prinzessin zu bekommen. Doch es gelingt ihm nicht und so zieht sich der Wasser-Gott jedesmal wieder zurück und zurück bleibt: Zerstörung. Wer die ganze Legende dazu lesen will ... mehr (in Englisch).


Ich bin sehr dankbar, dass ein Leser des Dantri-online vor kurzem seine Bilder über die Verwüstung durch Wasser entlang der Küsten von Nam Dinh veröffentlicht hat ... mehr (auf Vietnamesisch). Die Fotos sind so beeindruckend. Sie haben mich dazu angeregt, diese Zeilen über Nam Dinh zu schreiben und die eigenen Fotos und Filme dazu mal wieder rauszusuchen.


Ein ausgeprägtes Landschaftsbild an der Küste von Hai Hau (März, 2005). Verlassene Dörfer. Die Kirchen überdauern am längsten, da sie auch am stabilsten gebaut waren. Ganz rechts sind die Reste des alten Damms und das Meer zu erkennen. 

Der durch die Wellen zerstörte Seedeich (März, 2005). 

Ich habe das Glück gehabt, mehrere Jahre lang mit deutschen Wissenschaftlern und Freunden verschiedenen Umweltprobleme, darunter auch das Problem des Wasserressourcenmanagements (IWRM) in der Provinz Nam Dinh zu untersuchen.
Im März 2005 besuchten wir Hai Hau, einen am Meer liegenden Kreis der Provinz Nam Dinh im Rahmen eines Seedeichprojektes. Die Landschaft an der etwa 30 km langen Küste ist stark geprägt von zurückgebliebenen Gebäuderesten, Deichen oder Kirchen. Das Meer hatte sie so zerstört. Mehrere Hundertmeter tiefer ins Land wurden neue Kirchen und Häuser gebaut. Die Menschen leben hier ständig in Angst vor dem "Wasserjard". Von Zeit zu Zeit müssen sie weiter zurück ins Land ziehen. Neue Schutzdeiche am Meer werden gebaut, wenn die alten vom Wasser zerstört wurde.
Die Ursache für diese starke Küstenerosion ist weniger der Meeresspiegelsteigerung zuzuschreiben, wie viele Menschen heute behaupten, sondern viel mehr Strömungsveränderungen des Roten Flusses, dessen Mündung einige Kilometer nördlich liegt. 


Im nächsten Blog werde ich einen kleinen Film-Clip zu dieser Region einfügen (... hier mehr sehen). Den hatten wir damals gedreht. Viel Spass.

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